Angebote für die Justiz

Betreuung von Menschen aus dem Straf- und Maßnahmenvollzug

ZeSa JustizIn den Justizanstalten und in forensischen Psychiatrien werden unter anderem Menschen angehalten, die aufgrund einer geistigen Abnormität eine (mehrere) Straftat(en) begangen haben und bei denen die Gefahr der Wiederbegehung besteht.

Im Sinne der Reintegration sollen diese Insassen bzw. Untergebrachte, sofern keine oder eine sehr geringe Rückfallswahrscheinlichkeit besteht, wieder in die Gesellschaft entlassen werden. Der Schutz der Gesellschaft vor erneuten Straftaten hat oberste Priorität und daher haben Entlassungen mit größter Sorgfalt und mit klaren Bedingungen zu erfolgen.

Die Einrichtung ZeSa bietet Menschen, die nach § 21.1, § 21.2 StGB, § 22 StGB oder § 23 StGB angehalten werden oder eine Haftstrafe erhalten haben, eine Alternative in Freiheit.

Wir haben uns darauf spezialisiert, individuelle Wohn- und Betreuungskonzepte für (psychisch kranke) StraftäterInnen, anzubieten. Dabei gibt es mehrere Optionen:

Betreuung im Rahmen von Unterbrechung der Unterbringung (UdU) aus einer forensisch psychiatrischen Abteilung oder einer Justizanstalt. Diese können eine Entlassungsvorbereitung darstellen und helfen dabei, ein optimales Setting für eine eventuelle Entlassung vorzubereiten.

Wohnen und Betreuung nach bedingter Entlassung
Personen, die nach § 46 bzw. 47 StGB bedingt aus dem (Maßnahmen)vollzug entlassen werden und eine gerichtliche Weisung zum betreuten Wohnen erhalten, können in der Wohnbetreuungseinrichtung aufgenommen werden.

Wohnen mit Betreuung bei bedingter Einweisung
Personen, denen per Beschluss die Einweisung in den Maßnahmenvollzug nach § 45 StGB bedingt nachgesehen wird, können in der Wohnbetreuungseinrichtung aufgenommen werden.

Bei allen Optionen erhalten die Betroffenen für den Zeitraum der Betreuung einen Wohnplatz zur Verfügung gestellt und werden von hoch qualifiziertem Personal aus dem Bereich Psychologie, Pflege, Pädagogik oder Sozialarbeit betreut. Eine enge Vernetzung mit allen beteiligten SystempartnerInnen, wie z.B. der Bewährungshilfe (NEUSTART), forensischen Ambulanzen und vielen anderen ist selbstverständlich. Die Finanzierung erfolgt in der Regel subsidiär durch den Bund gemäß § 179a StVG.

Das Angebot steht in Tirol und Vorarlberg zur Verfügung.

Presse: 
Artikel aus der Zeitung sit-Sozialarbeit in Tirol (Jänner 2017)
Blickpunkte Newsletter 1.2017
Artikel aus der TT (Februar 2021)
Blickpunkte 2021/02

Stellungnahme

Anti-Terror-Paket ist schwerwiegender Grundrechtseingriff

Logo Plattform Massnahmenvollzug

Bei Fragen wenden Sie sich an:

ZeSa

Maximilianstraße 2/119
6020 Innsbruck

Tel. 0681 811 66 820